Kleinpolypige Steinkorallen (SPS-Korallen) sind ein Highlight in jedem Aquarium. Mit ihren leuchtenden Farben und feinen Verästelungen erzeugen sie das Bild eines traumhaften Märchengartens.

Allerdings sind SPS-Korallen recht anspruchsvoll was Beleuchtung, Strömung und die Wasserwerte angeht.

Sie sind deshalb bei erfahrenen Aquarianern am besten aufgehoben. .

Wenn Sie sich allerdings entschliessen in die Welt der kleinpolypigen Steinkorallen einzutauchen, möchte ich Ihnen hier diejenigen Korallenarten vorstellen, die für Einsteiger am besten geeignet sind. 

Meiner Meinung nach sind dies vor allem Vertreter der Montipora, Pocillopora und Seriatopora. Sie sind relativ pflegeleicht und weiterverbreitet (und damit auch preiswert im Handel erhältlich).

Die Haltung von kleinpolypigen Steinkorallen (SPS = Small Polyp Stoney Coral) ist mit der heutigen Technik, wie mit dem Einsatz beispielsweise der Fauna Marin Balling Light Methode und dem Zeolight-System problemlos möglich.

Sorgt man für die richtige Strömung, gute Beleuchtung und die richtigen Wasserwerte, ist eine erfolgreiche Haltung der Korallen mit gutem Wachstum und tollen Farben im Meerwasseraquarium machbar.

Im Gegensatz zu grosspoylpigen Steinkorallen (LPS), die auch mit höheren Nährstoffwerten meist noch gut zurechtkommen, zeigen kleinpolypige Steinkorallen schnell einen Farbverlust, oder stagnierendem Wachstum. Ehemals bunte Korallen schlagen dann oft ein unansehnliches braun um. Dies liegt daran, dass die Koralle, je mehr Nährstoffe im Waser sind, mehr Zooxanthellen bildet.

SPS Korallen lieben sauberes und klares Wasser. Um langfristig SPS Korallen nahezu in ihren natürlichen Farben zu halten, sollte man einen möglichst geringen Phosphat- und Nitratwert im Aquarium anstreben. Dies lässt sich mit diversen Phosphatadsorbern gut steuern. Mit der Filterung über Aktivkohle, wie zum Beispiel der Fauna Marin Carb L Langzeitkohle, bleibt das Wasser kristallklar. Phenole, Eiweißverbindungen, Farbstoffe und Nesselgifte werden aus dem Wasser gefiltert und unschädlich gemacht.  

Auch die Lichtstärke hat Auswirkungen auf die Farbgebung und das Wachstum der Korallen. Wir bei Coralstyle halten unsere SPS-Korallen erfolgreich unter einem Mix aus T5 Röhren (50/50 weiß/blau), in Kombination mit den LED-Lampen von Ecotech, GHL und früher unter der Hybrid von ATI.

Wichtig für die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen ist die konstante Einhaltung der Salinität, sowie der Einsatz eines guten Meersalzes, wie z.B. dem Tropic Marin Pro Reef Salz. Die Salinität sollte immer zwischen 34/35 Promille liegen, respektive 1.023 und 1.024 Dichte. Eine regelmäßige Überprüfung der Dichte ist ein absolutes Muss in der Meerwasseraquaristik. Achten Sie – vor allem im Sommer – auf die Temperatur im Aquarium. Längerfristige Überschreitungen von 30 Grad vertragen kleinpolypige Steinkorallen nicht. Ist dies der Fall, bleichen die Korallen aus – dies ist dann das sogenannte Coral Bleaching. 

kleines 1 x 1 der Korallenpflege

• Kontrolliere die Essgewohnheiten deiner Fische
Als allererstes solltest du nachsehen, ob keiner deiner Fische ein notorischer Korallenpicker ist – ansonsten verschwinden deine SPS Korallen schneller, als du das Wort „kleinpolyipige Steinkoralle“ sagen kannst.

• Prüfe Beleuchtung und Strömung
SPS Korallen benötigen deutlich mehr Licht und Strömung als andere Korallen. Überprüfe daher, ob dein Equipment stark genug ist. Deine LED Beleuchtung sollte ca. 0,5W/Liter leisten können und deine Strömung mindestens das 20-fache deines Beckenvolumens betragen.

• Werde ein Meister der Stabilen Wasserwerte
Bringe deine Wasserwerte alle in den obigen Bereich und halte sie dann konstant – mit so wenig Abweichungen wie möglich. Denn SPS Korallen benötigen absolut stabile Wasserwerte um zu überleben. Wenn du dies konstant über 2-3 Wochen geschafft hast, dann bist du bereit dir die ersten Korallen auszusuchen.

• Quarantäne
Wie mit allen neuen Tieren, die du in dein Becken setzt, solltest du auch neue SPS Korallen erst ein mal in Quarantäne setzten, damit sie dir keine unerwünschten Krankheiten und Schädlinge ins Becken einschleppen.

Als folgende Faustformel gilt

Schwierigkeit: Moderat
Temperament: Friedlich (sie werden nicht versuchen ihre Nachbarn anzugreifen und zu vernesseln)
Strömung: Mittel-Hoch
Beleuchtung: Mittel-Hoch

•No3: 2-5mg
•Po4: 0.02-0.03mg
•pH: 7,1-8,4
•Calcium: 400 - 440 mg
•Magnesium: 1300 - 1350 mg
•Alkalinität: 6.5 - 8.0 dkH
•Salinität: 33 - 35 Promille
•Temperatur: 22-25°C